Samstag, 19. Oktober 2019

Woche 6


Langsam macht sich der Herbst bemerkbar. Daher gibt es viel Laub zu kehren und das Wetter wechselt im Minutentakt. Den Dienstagmorgen durfte ich erneut bei der chilenischen Glaubensgemeinschaft, dem Manquehue Apostolic Movement, verbringen. Nach den Laudes gab es Frühstück und nach der Messe widmeten wir uns bis kurz vor Mittag der Lectio divina. Danach half ich bei der Hausarbeit und schliesslich durfte ich in ihrer eigenen Hauskapelle am Mittagsgebet teilnehmen.
Dieses unterscheidet sich dadurch von dem der Abtei, dass sie die Lieder etwas melodiöser und mit Gitarre begleitet vortragen, was eine angenehme Abwechslung war.
Mittwochs half ich Father Michael beim Säubern eines Teichs, da jemand der Abtei Fische schenken will. Diese Arbeit wird wohl noch eine Weile in Anspruch nehmen, weil wir gleich auch den Garten, in dem der Teich liegt, etwas aufhübschen wollen.
Am Donnerstag musste ich mein Zimmer im Gästeflügel aufgeben und bekam dafür eines im Gebäude, in dem die Mönche ihre Zimmer haben. Der Grund dafür ist, dass die Abtei bald viele Gäste bekommt, welche für Exerzitien anreisen, daher wird jedes Gästezimmer benötigt.
Father Leo hat mir gesagt, dass auch ich willkommen bin bei dem Anlass. Ich bin gespannt, was für interessante Gespräche sich dort ergeben.

Montag, 30. September 2019

Woche 4


Am Montag begann die Konferenz im Kloster, für die ich mit Father Dominic die Räume vorbereitet hatte. Ich selber nahm jedoch nicht an diesen Gesprächen teil. Am Dienstag war ich bei den Chilenen eingeladen, um einen Tag mit ihnen zu verbringen. Nach der Laudes frühstückte ich mit ihnen und half danach bei der Hausarbeit. Anschliessend machten wir bis kurz vor dem Mittagsgebet Lectio divina. Das war sehr interessant für mich, da dies erst mein zweites Mal war. 

Am Nachmittag war eigentlich vorgesehen, dass ich ihnen bei ihrer Arbeit in der Downside School über Schulter schaue. Leider war es ihnen noch nicht möglich, mir einen Besucherpass einzuholen. Deshalb half ich am Nachmittag Father Michael in der Schreinerei.

An einem weiteren Nachmittag ging ich mit Father Leo und Connor ins Gewölbe der Kirche, um dort Spinnweben von den oberen Säulen zu putzen. Das war ein eindrucksvolles Erlebnis, da man so die Kirche aus einem ganz neuen Blickwinkel sah.

Am Samstag meinte Father Leo, ich soll ins Pfarreiheim runtergehen. Dort waren Mitglieder der Pfarrei dabei, die Räumlichkeiten zu renovieren. Als ich dazu stiess, wurde mir sogleich die Aufgabe zugewiesen, die Decke im Saal zu streichen. Als Dank durfte ich mit ihnen zu Mittag essen und danach noch bei Kaffee und Kuchen ein wenig plaudern. 

Am Sonntag nach dem Mittagessen gab es in gemütlichem Zusammensein ein Glas Portwein und diverse Pralinen aus Schweizer Produktion. Dabei erfuhr viele interessante Dinge über Downside und seine Bewohner.

Montag, 23. September 2019

Woche 3


Zu Beginn dieser Woche habe ich Father Michael geholfen, eine Tischplatte fertig zu stellen, welche komplett aus bereits einmal verwendetem Eichenholz besteht. Daneben haben wir weiter daran gearbeitet, die Müllhalde im Klostergarten aufzuräumen.

Mittwochs und donnerstags waren eine Art "Tage der offenen Tür". An beiden Tagen wurde am Morgen und am Nachmittag eine Führung durch Kirche und Parkanlage durchgeführt. An einer dieser Führungen habe auch ich teilgenommen und viele interessante Dinge über Downside Abbey gelernt.
Während dieser zwei Tage habe ich Father Dominic geholfen, Konferenzräume für nächste Woche vorzubereiten. Zu Beginn nächster Woche werden hier nämlich diverse Diskussionen stattfinden.
 
Zu guter Letzt haben wir am Freitag begonnen, eines der vielen Studentenwohnhäuschen zu renovieren, welche zum Klostergrund gehören, aber schon lange nicht mehr genutzt werden. Meine Aufgabe war es, mit Hilfe einer Leiter und einem Besen das Dach vom Moos zu befreien.