Samstag, 7. September 2019

Vorstellung, Einführungswoche und 1. Woche in Downside


Vorstellung
 
Zuerst etwas zu meiner Wenigkeit: Ich bin Fabio, 23 Jahre alt und komme aus dem Luzerner Hinterland. Ich arbeite bei einem Transportunternehmen als Lastwagenfahrer.
Durch eine Eingebung habe ich im Februar 2019 beschlossen, für sechs Monate ins Kloster zu gehen.

Eigentlich wollte ich während der "Klosterzei" für drei Monate in die St. John's Abbey nach Minnesota, USA und danach drei Monate nach Downside Abbey, England gehen. Nach einigen Telefonaten mit der amerikanischen Botschaft in Bern fand ich jedoch (zu spät) heraus, dass man als Volontär in den Vereinigten Staaten ein Arbeitsvisum benötigt.

Daher habe ich mithilfe von Pater Thomas aus Einsiedeln umdisponiert und gehe jetzt zuerst nach England und von Dezember bis Ende Februar nach Montserrat in Spanien. (Daher mein Tipp für jeden, der vor hat, auch an der Klosterzeit teilzunehmen: Nehmt euch früh genug Zeit, um die Gegebenheiten am gewünschten Standort abzuklären.)

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Einführungswoche
 
In der letzten Augustwoche begann die Einführungswoche im Kloster Einsiedeln. Zusammen mit Tobias und Elias, welche auch dabei sind, hatte ich eine lehrreiche Woche. Ein Tag im Kloster läuft sehr geordnet ab. Zwischen den vier Gebetszeiten, an welchen wir teilnahmen, hatten wir neben drei Mahlzeiten je einen Block Theorie und einen Block Arbeit.

In den Theorieblöcken lernten wir, wie das Leben im Kloster ungefähr abläuft, was und vor allem wie gesungen wird und wie man sich mit der Bibel auseinandersetzt. Zudem sprachen wir übers Beten und über unsere Beziehung zu Gott.

Arbeit gab es genügend zu tun. Im Fratergarten mähten wir den Rasen, entsorgten Altholz und mauerten mit Unterstützung eines Maurers eine Begrenzung für ein Beet.

Am Abend nach dem Essen sassen wir dann zusammen und tauschten uns über unsere Vorstellungen und Erlebnisse aus.

Am Samstag ging ich dann noch für eine Nacht nach Hause und machte mich dann am Sonntag nach Basel, von wo aus ich dann nach Bristol flog.

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Erste Woche in Downside
 
In Bristol angekommen wurde ich von Br. John vom Flughafen abgeholt und wir fuhren nach Stratton-on-the-Fosse, wo die Abtei Downside liegt. Hier wurde ich herzlich vom Gästepater Father Leo empfangen und wurde, obwohl das letzte Gebet des Tages, die Komplet, schon vorbei war, noch mit einem reichhaltigen Abendessen verwöhnt.

Die ersten paar Tage waren manchmal etwas schwierig, da ich mich erst an den Tagesrhythmus gewöhnen musste. Am Morgen habe ich meistens zwischen den Gebeten Zeit, den Klostergarten und das Dorf zu erkunden und am Nachmittag weist mir Father Leo eine Arbeit zu. Zu Beginn der Woche waren dies meist Arbeiten im Klostergarten. Zum Beispiel haben wir einen Baum von mehreren Ästen befreit, welche der Wind halb abgerissen hatte. Am Donnerstagnachmittag half ich Father Michael in seiner Schreinerei dabei, den Unterbau eines Tisches einzuölen und vorzubereiten, damit er nachher die Tischplatte montieren kann.

Worüber ich sehr erfreut war, ist, dass es hier viele Hunde gibt. Zum Beispiel haben der Prior sowie der Gärtner immer, wenn sie im Freien sind, ihren Hund dabei. Daher erhibt sich oft die Gelegenheit, diese zu streicheln.